ein Kind am Fenster, das den Regen beobachtet und ihn fortwünscht

Vereinigtes Königreich · gesungen auf Englisch

Rain, Rain, Go Away

„Rain, Rain, Go Away“ ist ein englischer Kinderreim, der mindestens bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht — ein kleiner Wetterzauber, den Kinder seit Jahrhunderten aufsagen, um den Regen fortzuwünschen und endlich hinaus zum Spielen zu dürfen.

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Liedtext

Rain, rain, go away, Come again another day. Rain, rain, go away, Little Bobby wants to play.

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Deutsche Übersetzung

Regen, Regen, geh fort, komm an einem andern Tag wieder. Regen, Regen, geh fort, der kleine Bobby will spielen.

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Rain, Rain, Go Away auf einen Blick

Herkunftsland
🇬🇧 Vereinigtes Königreich
Gesungen auf
Englisch
Text von
Traditionell
Erstmals belegt
17. Jahrhundert (aufgezeichnet 1659)
Empfohlenes Alter
2–7
Stimmung
verspielt, traditionell
Zuletzt aktualisiert
25. Juli 2026

Bedeutung und Herkunft

Dies ist eines der ältesten Stücke der ganzen Kinderstube und zugleich eines der einfachsten: ein Zauberspruch gegen den Regen. Wenn das Wetter die Kinder im Haus festhält, sprechen sie ihn im Chor und bitten den Regen höflich, zu gehen und ein andermal wiederzukommen — und die letzte Zeile wird stets auf denjenigen umgemünzt, der es nicht erwarten kann, hinauszukommen, sodass es heißt „little Bobby wants to play“ oder eben der eigene Name.

Er ist wirklich uralt. Schon 1659 zeichnete der Schriftsteller James Howell eine Fassung auf — „Raine, raine, goe to Spain: faire weather come againe“ —, und etwa zur selben Zeit bemerkte John Aubrey, dass Kinder die Gewohnheit hatten, „to charme away the Raine“ zu singen, den Regen also fortzuzaubern. Reime dieser Art sind noch älter: Schon Griechen und Römer hatten ihre eigenen Sprüche ans Wetter.

Und genau das ist er — keine Geschichte, sondern ein kleines Ritual, ein laut ausgesprochener Wunsch. Er überlebt, weil er auf die einzige Weise nützt, die ein Kind braucht: Er gibt einem etwas zu tun, während man darauf wartet, dass der Himmel aufklart, und man darf den eigenen Namen ans Ende setzen.

Häufige Fragen

Wie alt ist „Rain, Rain, Go Away“?
Mindestens dreieinhalb Jahrhunderte. James Howell hielt eine frühe Form — „Raine, raine, goe to Spain: faire weather come againe“ — 1659 in einer Sprichwortsammlung fest, und etwa zur selben Zeit notierte John Aubrey, Kinder hätten „a custom when it raines to sing or charme away the Raine“, also den Brauch, den Regen bei Regenwetter fortzusingen.
Was für ein Reim ist „Rain, Rain, Go Away“?
Ein Wetterzauber: ein kleiner Spruch, der den Regen zum Aufhören bringen soll. Kinder haben die letzte Zeile schon immer so verändert, dass darin steht, wer hinaus möchte — „little Bobby wants to play“ oder der eigene Name. Auch deshalb hält er sich so mühelos.
Gibt es andere Fassungen?
Viele. In ganz Britannien und Nordamerika wurden regionale Formen gesammelt, jede mit einem eigenen Schluss darüber, wann der Regen wiederkommen darf. Solche Zaubersprüche sind uralt — auch Griechen und Römer hatten ihre Regenreime —, und so gehört das Liedchen zu einer sehr alten Gewohnheit, dem Wetter etwas vorzusingen.

Quellen