
Liedtext
Biba leze, biba gre, da bi prišla do gore, do gore, do tiste gore, kamor nihče drug ne more. Pod goro je vrt meden, biba leze, da bo njen, po drevesih so kolači, med cedi se po pogači.
#Iz studenca mleko teče, kar želi si vsak naj reče, biba se vode napila, pravo pot je zgrešila.
#Deutsche Übersetzung
Das Käferchen kriecht, das Käferchen geht, um bis zum Berg zu gelangen, zum Berg, zu jenem Berg, wohin sonst niemand kann. Unterm Berg liegt ein Honiggarten, das Käferchen kriecht, damit er ihm gehört, an den Bäumen hängen Kuchen, Honig trieft über das Fladenbrot. Aus der Quelle fließt Milch, jeder darf sich wünschen, was er mag, das Käferchen trank vom Wasser und verlor den rechten Weg.
#Biba leze auf einen Blick
- Herkunftsland
- 🇸🇮 Slowenien
- Gesungen auf
- Slowenisch
- Text von
- Traditionell
- Erstmals belegt
- Slowenischer Volks-Kinderreim; Verfasser unbekannt
- Empfohlenes Alter
- 2–7
- Stimmung
- Schlaflied, traditionell
- Zuletzt aktualisiert
- 27. August 2026
Bedeutung und Herkunft
Dies ist einer der verträumtesten kleinen Reime der slowenischen Kinderstube, eher ein Wiegenlied als ein Spiel. Seine Heldin ist eine biba — ein winziges krabbelndes Tierchen; so nennt man in der slowenischen Kindersprache einen kleinen Käfer oder, liebevoll, ein krabbelndes Baby —, die sich auf eine märchenhafte Reise zu „jenem Berg“ macht, wohin sonst niemand kann. Dort wartet ein Kinderparadies des Überflusses: ein Honiggarten unterhalb des Berges, Kuchen, die an den Bäumen hängen, Honig, der über das Fladenbrot trieft, und eine Quelle, aus der Milch fließt und an der man sich wünschen darf, was immer man mag.
Es gibt sogar ein sanftes, verträumtes Ende: Das Käferchen, das aus der Quelle getrunken hat, verliert den rechten Weg — so, wie die Gedanken eines Kindes in den Schlaf hinüberwandern. Der ganze Reim hat etwas von einem Halbtraum, lauter Süße und Treiben, und darum wird er oft leise zur Schlafenszeit gesungen. Es ist ein slowenischer Volks-Kinderreim ohne überlieferten Verfasser — die Archive, die ihn führen, bezeichnen ihn schlicht als „ljudska“ —, und sein Zauberland aus Honig und Kuchen ist genau der Ort, den sich ein kleines Kind beim Einschlafen am liebsten ausmalt. Die dritte Zeile variiert von Druck zu Druck — ein Schulliederbuch aus Mengeš hat „do biser gore“, zum Perlenberg, wo die Archive „do tiste gore“ haben; der Text hier folgt dem Archiv Slovenske narodne pesmi.
Häufige Fragen
- Wovon handelt „Biba leze“?
- Von einem winzigen krabbelnden Tierchen — einer „biba“ — auf einer zauberhaften Reise. Es kriecht zu „jenem Berg“, wohin sonst niemand kann; unterhalb des Berges liegt ein Honiggarten, an den Bäumen hängen Kuchen, und Honig trieft über das Fladenbrot. An einer Milchquelle darf sich jeder wünschen, was er mag — doch das Käferchen verliert, nachdem es getrunken hat, den Weg. Eine verträumte, fast wiegenliedhafte Fantasie vom Überfluss.
- Was ist eine „biba“?
- „Biba“ ist ein slowenisches Kinderwort für ein winziges krabbelndes Wesen — einen kleinen Käfer oder, liebevoll, ein krabbelndes Baby. Hier ist es die kleine Heldin, die zu einem Land aus Süßigkeiten davonkriecht.
- Woher stammt „Biba leze“?
- Es ist ein slowenischer Volks-Kinderreim; die Archive, die ihn führen, nennen keinen Verfasser und bezeichnen ihn als „ljudska“ (Volksgut). Oft wird er leise, fast wie ein Wiegenlied gesungen.


