ein Kinderschuh, der für den heiligen Nikolaus an den Kamin gestellt wurde

Niederlande · gesungen auf Niederländisch

Sinterklaas Kapoentje

„Sinterklaas Kapoentje“ ist eines der ältesten und kürzesten niederländischen Nikolauslieder, seit 1851 im Druck, gesungen von Kindern, die ihren Schuh hinausstellen in der Hoffnung, dass der Heilige etwas Gutes hineinlegt.

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Liedtext

Sinterklaas Kapoentje, gooi wat in mijn schoentje, gooi wat in mijn laarsje, dank u, Sinterklaasje!

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Deutsche Übersetzung

Sankt Nikolaus, lieber Kapoentje, wirf etwas in mein Schühchen, wirf etwas in mein Stiefelchen, danke dir, lieber Sankt Nikolaus!

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Sinterklaas Kapoentje auf einen Blick

Herkunftsland
🇳🇱 Niederlande
Gesungen auf
Niederländisch
Text von
Traditionell
Erstmals belegt
im Druck seit 1851 (möglicherweise älter)
Empfohlenes Alter
2–7
Stimmung
verspielt, traditionell
Zuletzt aktualisiert
27. August 2026

Bedeutung und Herkunft

Dieses winzige Lied steht im Herzen einer der wärmsten Traditionen der Niederlande. In der Sinterklaas-Zeit stellen niederländische Kinder einen Schuh hinaus — an den Kamin oder an die Hintertür — in der Hoffnung, dass der heilige Nikolaus über Nacht eine kleine Gabe hineinlegt. „Sinterklaas Kapoentje“ ist der höfliche kleine Handel, der dazugehört: wirf mir etwas in den Schuh, wirf mir etwas in den Stiefel, und danke schön, lieber Heiliger. In vier kurzen Zeilen fängt es die ganze köstliche Erwartung dieses Brauchs ein.

Es ist wirklich alt. Schon 1851 stand es in der Zeitschrift De Navorscher gedruckt, und gesungen wurde es vermutlich lange davor. Das sonderbare Wort kapoentje gibt den Leuten seither ebenso lange Rätsel auf. Die Sprachgesellschaft Onze Taal bietet drei Erklärungen an: Ein kapoen war ursprünglich ein Kapaun, ein kastrierter Hahn — und auch ein kastrierter Mann, was manche mit dem zölibatären Bischof verbinden; jahrhundertelang diente es als Schimpfwort für einen Schurken oder Halunken und schwächte sich mit der Zeit ab, bis es in Flandern zum liebevollen Namen für ein freches Kind wurde; und eine Figur aus den Spottbildern des 19. Jahrhunderts namens Klaas Kapoen könnte dem Heiligen seinen Beinamen geliehen haben. Den Kindern ist das alles gleich: für sie ist das Lied schlicht der Zauberspruch, den man über einen leeren Schuh sagt, und das Schönste daran ist die Entdeckung am nächsten Morgen, dass er gewirkt hat.

Häufige Fragen

Worum geht es in „Sinterklaas Kapoentje“?
Darum, den Schuh hinauszustellen. Niederländische Kinder stellen in der Sinterklaas-Zeit einen Schuh an den Kamin (oder an die Tür), und dieses Lied ist ihre kleine Bitte: lieber heiliger Nikolaus, wirf mir etwas in den Schuh, wirf mir etwas in den Stiefel — danke schön! Es ist eines der kürzesten und bekanntesten Nikolauslieder.
Wie alt ist „Sinterklaas Kapoentje“?
Es ist ein Volkslied aus dem 19. Jahrhundert, erstmals 1851 in der Zeitschrift „De Navorscher“ gedruckt, und es könnte noch älter sein. Seit Generationen wird es zu Sinterklaas gesungen, das um den 5. und 6. Dezember gefeiert wird.
Was bedeutet „kapoentje“?
Darüber wird gestritten. Ein „kapoen“ war ursprünglich ein Kapaun — ein kastrierter Hahn — und auch ein kastrierter Mann, was manche mit dem zölibatären Bischof verbinden; lange war es ein Schimpfwort für einen Schurken oder Halunken, und in Flandern lebt es als liebevolles Wort für ein freches Kind fort. Eine dritte Erklärung verweist auf „Klaas Kapoen“, eine Figur, die im 19. Jahrhundert auf Spottbildern häufig war. Die niederländische Sprachgesellschaft Onze Taal nennt alle drei, ohne sich festzulegen.

Quellen