
Liedtext
Wie in slowenischen Kindergärten aufgesagt
Dobro jutro, stric Ponedeljek, boter Torek je že vstal? Prav zares, soseda Sreda, dobro se je nasmrčal. Pa je prišel ponj Četrtek, k ujcu Petku sta odšla, na križišču sredi pota se pridruži še Sobota, ta pripelje še mesarja in zakoljejo komarja, naredijo krvavice, klobasice, pečenice, saj bo jutri dan veselja – v vas prispe gospa Nedelja.
#Kürzere Fassung
Dobro jutro, stric Ponedeljek, boter Torek je že vstal. Prav zares, soseda Sreda, dobro se je nasmrčal. Pa je prišel ponj Četrtek, k ujcu Petku sta odšla. Na križišču sredi pota se pridruži še Sobota. Ta pripelje še mesarja in zakoljejo komarja, saj bo jutri dan veselja, v vas prispe gospa Nedelja.
#Deutsche Übersetzung
Wie in slowenischen Kindergärten aufgesagt
Guten Morgen, Onkel Montag, ist Gevatter Dienstag schon auf? Ja, wahrhaftig, Nachbarin Mittwoch, er hat sich gründlich ausgeschnarcht. Dann kam Donnerstag, ihn zu holen, zu Onkel Freitag zogen die beiden; an der Kreuzung, mitten am Weg, gesellt sich auch Samstag dazu, der bringt noch den Metzger mit, und sie schlachten eine Mücke und machen Blutwürste, Würstchen und Bratwürste, denn morgen ist der Tag der Freude – Frau Sonntag trifft im Dorf ein.
#Rechte
Der Text dieses Liedes stammt von Albert Širok und ist noch urheberrechtlich geschützt. Er wird hier mit Nennung des Urhebers zum Singen in Familie und Klassenzimmer wiedergegeben; eine Lizenz zur Weiterverwendung wurde nicht eingeholt, und nichts auf dieser Seite darf weiterkopiert werden. Rechteinhaber können eine Korrektur oder Entfernung verlangen — siehe Liedtexte & Nachweise.
Dobro jutro, stric Pondeljek auf einen Blick
- Herkunftsland
- 🇸🇮 Slowenien
- Gesungen auf
- Slowenisch
- Text von
- Albert Širok
- Erstmals belegt
- Gedicht „Dnevi v tednu“, Albert Širok (1895–1985) zugeschrieben; Erscheinungsdatum nicht ermittelt
- Empfohlenes Alter
- 2–7
- Stimmung
- verspielt, traditionell
- Zuletzt aktualisiert
- 27. August 2026
Bedeutung und Herkunft
Dies ist ein Lehrgedicht in Verkleidung — eine reizende Art, die Wochentage zu lernen. Statt einer trockenen Liste verwandelt es jeden Tag in eine Figur einer kleinen Dorfwelt: Der Montag ist ein Onkel (stric), der Dienstag ein Gevatter (boter), der Mittwoch eine Nachbarin (soseda), der Freitag ein weiterer Onkel — ein ujec, ein Bruder der Mutter —, und einer nach dem anderen holen sie einander am Weg ab. Der Donnerstag kommt den Dienstag holen, die beiden gehen zum Freitag, an der Kreuzung stößt der Samstag dazu, und alles läuft auf die Ankunft der größten Figur von allen zu: Am Tag der Freude trifft Frau Sonntag ein.
Weil die Tage der Reihe nach kommen und jeder zum nächsten führt, lernt ein Kind die Gestalt der Woche fast nebenbei. Der Unsinnsschnörkel des Gedichts ist Sache des Samstags: Er bringt einen Metzger mit, sie schlachten eine Mücke und machen daraus krvavice, klobasice und pečenice — Blutwürste, Würstchen und Bratwürste — fürs Fest; ein Witz, der die Ankunft des Sonntags wie ein Fest wirken lässt, das die Vorbereitung einer ganzen Woche lohnt. Eine kürzere Fassung behält die Mücke und lässt die Würste weg.
Slowenische Kindergärten, in denen es unter dem Titel Dnevi v tednu („Die Tage der Woche“) aufgesagt wird, schreiben es Albert Širok (1895–1985) zu, einem Dichter, Übersetzer und Redakteur, der auch einen Band mit Kinderversen veröffentlichte. Die Erstveröffentlichung des Gedichts haben wir nicht gefunden, sein Datum ist daher unbekannt, und der Text hier ist der in den Kindergärten weitergereichte, keine gedruckte Ausgabe — eine Abschrift liest „k stricu Petku“ (Onkel Freitag), wo die anderen „k ujcu Petku“ haben. So oder so bleibt es aus genau dem Grund beliebt, aus dem es geschrieben wurde: Es macht aus dem Kalender eine Geschichte.
Häufige Fragen
- Wovon handelt „Dobro jutro, stric Pondeljek“?
- Von den Wochentagen, verwandelt in ein kleines Dorf voller Figuren. Der Montag ist ein Onkel, der Dienstag ein Gevatter, der Mittwoch eine Nachbarin, der Freitag ein weiterer Onkel, und jeder holt den nächsten am Weg ab; der Samstag bringt einen Metzger mit, sie schlachten eine Mücke und machen Würste fürs Fest — denn morgen ist der Tag der Freude, an dem Frau Sonntag im Dorf eintrifft. Das Gedicht ist dazu gedacht, Kindern die Reihenfolge der Wochentage beizubringen.
- Wer hat „Dobro jutro, stric Pondeljek“ geschrieben?
- Slowenische Kindergärten schreiben es unter dem Titel „Dnevi v tednu“ („Die Tage der Woche“) dem Dichter, Übersetzer und Redakteur Albert Širok (1895–1985) zu. Die Erstveröffentlichung des Gedichts konnten wir nicht ermitteln, das Datum ist daher unbekannt; der Text hier ist der in den Kindergärten aufgesagte, mit der Standardform „Ponedeljek“ („Pondeljek“ im Titel ist umgangssprachlich).
- Was hat es mit dem Witz um die Mücke auf sich?
- Der Samstag bringt einen Metzger mit, gemeinsam „schlachten sie eine Mücke“ und machen daraus Blutwürste, Würstchen und Bratwürste fürs Fest — ein Stück verspielter Unsinn, der die Ankunft des Sonntags wie ein großes Fest wirken lässt, auf das sich die Vorbereitung lohnt. Eine kürzere Fassung behält die Mücke und lässt die Würste weg.


