ein schlauer Fuchs schlüpft hinten aus dem Bau, während vorn der Jäger wartet

Slowenien · gesungen auf Slowenisch

Lisička je

„Lisička je prav zvita zver“ („Das Füchslein ist ein schlaues Tier“) ist ein komisches slowenisches Volkslied über eine listige kleine Füchsin, die den wartenden Jäger überlistet, hinten aus ihrem Bau schlüpft und ihn den ganzen Weg bis in den Wald auslacht.

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Liedtext

Lisička je prav zvita zver, pod skal'co ima svoj kvartir, pa z repkom miglja, pa s kremplji prasklja, pa vpraša, če je lovec doma.

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Oj, lovec pa na štor' sedi, nabito puško v rok' drži, pa čaka na njo, da ustrelil jo bo, če le prikazala se bo.

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Lisička pa je zvita b'la, pri zadnji luknji ven je ušla, pa hosto beži, se sladko smeji, pa jagrčku fig'ce moli.

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Deutsche Übersetzung

Das Füchslein ist ein schlaues Tier, unter einem Stein hat es sein Quartier, es wedelt mit dem Schwänzchen, es kratzt mit den Krallen und fragt, ob der Jäger zu Hause sei. Ei, der Jäger sitzt auf dem Baumstumpf, die geladene Flinte in der Hand, und wartet auf sie, um sie zu erschießen, wenn sie sich nur zeigt. Doch das Füchslein war listig, es schlüpfte hinten aus dem Loch und flieht in den Wald, lacht süß dabei und zeigt dem Jäger eine lange Nase.

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Lisička je auf einen Blick

Herkunftsland
🇸🇮 Slowenien
Gesungen auf
Slowenisch
Text von
Traditionell
Erstmals belegt
Slowenisches Volkslied; Verfasser unbekannt
Empfohlenes Alter
2–7
Stimmung
verspielt, traditionell
Zuletzt aktualisiert
25. Juli 2026

Bedeutung und Herkunft

Dies ist ein komisches Volkslied über die älteste Schelmin des Waldes — den Fuchs — und es steht ganz offensichtlich auf ihrer Seite. Sie wird als „recht schlaues Tier“ eingeführt, eingekuschelt in ihren Bau unter einem Stein, wedelnd und kratzend, und fragt frech laut, ob der Jäger zu Hause sei. Der Jäger unterdessen sitzt grimmig auf einem Baumstumpf, die Flinte geladen, und wartet darauf, dass sie sich zeigt, damit er schießen kann.

Natürlich tut sie das nie. Weil sie listig ist, schlüpft sie einfach hinten aus dem Loch ihres Baus und stiebt in den Wald davon, lacht süß und — die krönende Beleidigung — „zeigt dem überlisteten Jäger die Feige“, eine alte Geste des Spotts. Es ist ein slowenisches Volkslied ohne bekannten Verfasser, und es gehört in die große Tradition der Fuchsgeschichten, in denen das kleine, kluge Geschöpf stets das große mit der Waffe überlistet. Das Kind, das es singt, ist unmissverständlich eingeladen, für den Fuchs zu jubeln.

Häufige Fragen

Wovon handelt „Lisička je“?
Von einer schlauen Füchsin, die einen Jäger überlistet. Die Füchsin wohnt unter einem Stein, wedelt mit dem Schwänzchen und kratzt mit den Krallen und fragt frech, ob der Jäger zu Hause sei. Der Jäger sitzt mit geladener Flinte auf einem Baumstumpf und wartet darauf, sie zu erschießen, sobald sie sich zeigt — doch die Füchsin ist listig, schlüpft hinten aus ihrem Bau und flieht in den Wald, lacht dabei und zeigt ihm eine lange Nase.
Was bedeutet „figo moli“?
Es heißt, dass sie dem Jäger „die Feige zeigt“ — eine alte Geste des Spotts und des Trotzes, ähnlich wie eine lange Nase zu drehen. Damit ist der Witz vollendet: Die Füchsin entkommt nicht nur, sie verhöhnt den überlisteten Jäger auch noch im Weggehen.
Woher stammt „Lisička je“?
Es ist ein slowenisches Volkslied („ljudska pesem“) ohne bekannten Verfasser, eines von vielen, die ihre Freude am Fuchs als dem schlauen Schelm haben, der immer davonkommt.

Quellen