
Liedtext
Jaz sem mala roža, roža mamina, mamica me boža, rada me ima.
#V šolo že zahajam, pridno se učim, mamici pomagam in je ne jezim.
#V šoli so mi djali, tamkaj za goro, tam so sami bratci, milo jokajo.
#To pač mora biti strašno in hudo mamico izgubiti jokati za njo.
#Deutsche Übersetzung
Ich bin eine kleine Rose, Mamas Rose, Mama streichelt mich, sie hat mich lieb. Ich gehe schon zur Schule, ich lerne fleißig, ich helfe der Mama und ärgere sie nicht. In der Schule hat man mir gesagt, dort hinterm Berg, dort sind lauter Brüderchen, die bitterlich weinen. Es muss wohl schrecklich sein und schwer, die Mama zu verlieren und um sie zu weinen.
#Jaz sem mala roža auf einen Blick
- Herkunftsland
- 🇸🇮 Slowenien
- Gesungen auf
- Slowenisch
- Text von
- Traditionell
- Erstmals belegt
- slowenisches Kinderlied, als Volkslied („ljudska“) gedruckt; kein Verfasser überliefert
- Empfohlenes Alter
- 2–7
- Stimmung
- verspielt, traditionell
- Zuletzt aktualisiert
- 27. August 2026
Bedeutung und Herkunft
Im Kern ist dies ein zärtliches kleines Lied darüber, von der Mutter geliebt zu werden: Das Kind ist „Mamas kleine Rose“, gestreichelt und umsorgt, geht schon zur Schule, lernt fleißig, hilft mit und gibt sich Mühe, die Mama nicht zu ärgern. Dieses zarte Band — Kind und Mutter, Rose und Gärtnerin — ist das eigentliche Thema des Liedes, und seine ersten beiden Strophen sind so sanft, wie es nur geht. Manche Sammlungen hören hier auf.
Die vierstrophige Fassung von Slovenske narodne pesmi, der wir folgen, dreht das Bild dann um. In der Schule, sagt das Kind, hat man mir erzählt, dass hinterm Berg lauter Brüderchen sind, die leise weinen — und es muss schrecklich und schwer sein, die Mama zu verlieren und um sie zu weinen. Das geliebte Kind und die mutterlosen Kinder jenseits des Hügels stehen nebeneinander, und dieser Gegensatz gibt dem Lied seinen stillen Schmerz.
Ein Verfasser ist nicht überliefert; zwei der drei Quellen, die wir fanden, drucken es als Volkslied, die dritte nennt niemanden. Wie die meisten Volkslieder wird es mit kleinen Abweichungen gesungen — „in je ne jezim“ oder „nič je ne jezim“ am Ende der zweiten Strophe, und in einem Druck mit einer ganz anderen zweiten Strophe, in der das Kind nicht mehr ungezogen ist und „klug redet“.
Häufige Fragen
- Worum geht es in „Jaz sem mala roža“?
- Darum, von der Mama geliebt zu werden. Das Kind ist „Mamas kleine Rose“, gestreichelt und geliebt; es geht schon zur Schule, lernt fleißig, hilft der Mama und ärgert sie nicht. Der zarte Kern des Liedes ist dieses einfache Band zwischen Kind und Mutter.
- Warum werden die letzten Strophen traurig?
- In der vierstrophigen Fassung, wie sie Slovenske narodne pesmi druckt, erzählt das Kind, was man ihm in der Schule gesagt hat: dass hinterm Berg lauter Brüderchen sind, die leise weinen — und es müsse, vermutet das Kind, schrecklich sein, die Mama zu verlieren und um sie zu weinen. Das glückliche Kind und die mutterlosen Kinder hinterm Berg stehen nebeneinander, und genau das gibt dem Lied seinen Schmerz. Manche Sammlungen drucken nur die ersten beiden Strophen.
- Wer hat „Jaz sem mala roža“ geschrieben?
- Ein Verfasser ist nicht überliefert. Slovenske narodne pesmi und Ventilator besed drucken es beide als Volkslied („ljudska“), und Otroška pesmica — eine Seite mit Volksliedern und eigenen Liedern von Milena Holc — nennt keinen Autor dafür, deshalb behandeln wir es als traditionell. Die Worte weichen von Quelle zu Quelle leicht ab: Die zweite Strophe endet „in je ne jezim“ oder „nič je ne jezim“ („und ich ärgere sie nicht“), und Ventilator besed druckt eine ganz andere zweite Strophe, „nič več ne nagajam, modro govorim“ („ich bin nicht mehr ungezogen, ich rede klug“).


