ein Elternteil wiegt ein Baby, am Fenster eine Spottdrossel

Vereinigte Staaten · gesungen auf Englisch

Hush, Little Baby

„Hush, Little Baby“ ist ein traditionelles Wiegenlied aus den amerikanischen Südstaaten, Alter und Verfasser unbekannt, gebaut auf einer Kette versprochener Geschenke — eine Spottdrossel, ein Ring, ein Spiegel —, mit denen ein Elternteil sein Kind beruhigt.

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Liedtext

Hush, little baby, don't say a word, Mama's gonna buy you a mockingbird.

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If that mockingbird don't sing, Mama's gonna buy you a diamond ring.

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If that diamond ring turns brass, Mama's gonna buy you a looking glass.

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If that looking glass gets broke, Mama's gonna buy you a billy-goat.

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If that billy-goat don't pull, Mama's gonna buy you a cart and bull.

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If that cart and bull turn over, Mama's gonna buy you a dog named Rover.

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If that dog named Rover don't bark, Mama's gonna buy you a horse and cart.

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If that horse and cart fall down, You'll still be the sweetest baby in town.

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Deutsche Übersetzung

Still, kleines Baby, sag kein Wort, Mama kauft dir eine Spottdrossel.

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Und wenn die Spottdrossel nicht singt, kauft Mama dir einen Diamantring.

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Und wird der Diamantring zu Messing, kauft Mama dir einen Spiegel.

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Und geht der Spiegel entzwei, kauft Mama dir einen Ziegenbock.

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Und wenn der Ziegenbock nicht zieht, kauft Mama dir Karren und Stier.

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Und kippen Karren und Stier um, kauft Mama dir einen Hund namens Rover.

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Und wenn der Hund Rover nicht bellt, kauft Mama dir Pferd und Wagen.

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Und stürzen Pferd und Wagen um, bleibst du doch das süßeste Kindchen der Stadt.

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Hush, Little Baby auf einen Blick

Herkunftsland
🇺🇸 Vereinigte Staaten
Gesungen auf
Englisch
Text von
Traditionell
Empfohlenes Alter
2–7
Stimmung
Schlaflied, beruhigend
Zuletzt aktualisiert
27. August 2026

Bedeutung und Herkunft

Dies ist ein Wiegenlied, das mit aufgetürmten Versprechen arbeitet. Eine Spottdrossel, und wenn sie nicht singt, ein Diamantring; und wird der zu Messing, ein Spiegel — immer weiter, jedes Geschenk in dem Moment ersetzt, in dem es versagt, in einer langen, beruhigenden Kette, die ein müder Elternteil so lange fortspinnen kann, wie das Baby wach bleibt. Es stammt aus den amerikanischen Südstaaten, und wie bei den meisten Volkswiegenliedern weiß niemand, wer es gemacht hat oder wann; schon 1918 schrieben Sammler Fassungen davon auf.

Weil es aus einfachen gereimten Zweizeilern gebaut ist, gehört es dem, der es gerade singt. Geschenke lassen sich hinzufügen, weglassen oder umstellen, und so hat fast jede Familie ihre eigene, leicht abweichende Reihe von Gaben. Diese Biegsamkeit ist das Geheimnis seines langen Lebens: Es ist weniger ein festes Lied als ein Muster, das man nach Gehör weiterführen kann.

Und auf die Geschenke kommt es am Ende gar nicht an. Die letzten Zeilen lösen den ganzen Handel leise wieder auf — selbst wenn Spottdrossel, Ring und Pferd und Wagen allesamt zu nichts führen, bleibt das Kind geliebt, immer noch „das süßeste Kindchen der Stadt“. Der Trost lag nie in den Geschenken. Er lag in der Stimme — und in dem Versprechen dahinter.

Häufige Fragen

Woher stammt „Hush, Little Baby“?
Es ist ein traditionelles Wiegenlied, das vermutlich in den Südstaaten der USA entstanden ist. Wie bei den meisten Volksliedern sind Verfasser und genaues Alter unbekannt; schon Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts wurde es von Sängern aufgezeichnet — Cecil Sharp notierte 1918 eine Fassung in Virginia.
Warum verspricht „Hush, Little Baby“ ständig Geschenke?
Es ist ein Kettenlied: Jede Zeile bietet dem Baby etwas Neues an — eine Spottdrossel, einen Diamantring, einen Spiegel, einen Ziegenbock —, und jedes Geschenk, das versagt, wird einfach durch das nächste ersetzt. Weil es nur eine Kette gereimter Zweizeiler ist, kann man die Geschenke frei hinzufügen oder austauschen, sodass kaum zwei Familien genau dieselbe Fassung singen.
Was soll das mit all den Geschenken?
Auf die Geschenke kommt es eigentlich gar nicht an. Die letzten Zeilen verraten das Spiel: Selbst wenn alles schiefgeht, bleibt das Baby doch „das süßeste Kindchen der Stadt“, geliebt, egal was kommt. Der Trost des Liedes liegt in der beruhigenden Kette der Versprechen, nicht in den Versprechen selbst.

Quellen