eine winzige, aber furchterregende sechsbeinige Ameise, die über einen Marktplatz stürmt

Slowenien · gesungen auf Slowenisch

Huda mravljica

„Huda mravljica“ („Die böse Ameise“) ist ein komisches slowenisches Kinderlied — Text vom Dichter Branko Rudolf, Musik von Marijan Vodopivec — über eine winzige, aber furchterregende Ameise, die die Töpfe eines Töpfers zerschlägt und sogar einen Ochsen verschlingt, von dem nur die Hörner übrig bleiben.

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Liedtext

Bila je huda mravljica, šest črnih nog je imela, je migala, je vohala, je čisto ponorela. Bila je huda mravljica, po trgu je hodila, lončarju je čez piskre šla pa vse mu je pobila.

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In kamor koli je prišla, so vsi pred njo bežali, je pokalo, je stokalo, pod njenimi stopali.

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Oj mravljica, požrešnica, le kaj je naredila? Še bika je pohrustala, roge je le pustila.

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Seveda, to je čisto res: zakaj se bik šopiri? Šest črnih nog ima mravljica, bik pa ima le štiri.

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Če slišiš hudo mravljico po svetu godrnjati, obrni se in zbeži proč, kar zmorejo podplati!

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Deutsche Übersetzung

Es war einmal eine böse Ameise, sechs schwarze Beine hatte sie, sie wackelte, sie schnupperte, sie wurde völlig verrückt. Es war einmal eine böse Ameise, sie lief über den Markt, sie stapfte dem Töpfer über die Töpfe und zerschlug ihm alle. Und wohin sie auch kam, flohen alle vor ihr; es krachte und es ächzte unter ihren Füßen. Oh, die gefräßige Ameise, was hat sie nur getan! Sogar einen Ochsen hat sie verknuspert und nur die Hörner übrig gelassen. Natürlich ist das völlig wahr — was brüstet sich der Ochse nur? Sechs schwarze Beine hat die Ameise, der Ochse aber nur vier. Wenn du die böse Ameise durch die Welt brummeln hörst, dreh dich um und lauf davon, so schnell die Sohlen tragen.

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Rechte

Der Text dieses Liedes stammt von Branko Rudolf und ist noch urheberrechtlich geschützt. Er wird hier mit Nennung des Urhebers zum Singen in Familie und Klassenzimmer wiedergegeben; eine Lizenz zur Weiterverwendung wurde nicht eingeholt, und nichts auf dieser Seite darf weiterkopiert werden. Rechteinhaber können eine Korrektur oder Entfernung verlangen — siehe Liedtexte & Nachweise.

Huda mravljica auf einen Blick

Herkunftsland
🇸🇮 Slowenien
Gesungen auf
Slowenisch
Text von
Branko Rudolf
Erstmals belegt
Gedicht erstmals 1955 veröffentlicht
Empfohlenes Alter
2–7
Stimmung
verspielt
Zuletzt aktualisiert
27. August 2026

Bedeutung und Herkunft

Dies ist ein herrlich albernes Lied, gebaut auf einem einzigen großen Witz: Das furchterregendste Wesen der Welt entpuppt sich als Ameise. Sie hat sechs schwarze Beine, wackelt und schnuppert und wird völlig verrückt, tobt über den Markt und zerschlägt die Töpfe des Töpfers. Wohin sie auch kommt, fliehen die Menschen, der Boden kracht unter ihren Füßen, und — gefräßig, wie sie ist — verknuspert sie sogar einen ganzen Ochsen und lässt nur die Hörner zurück. Die Komik liegt ganz im Missverhältnis zwischen dem winzigen Insekt und dem gewaltigen Chaos.

Am schönsten ist die scheinlogische Moral. Warum, fragt das Lied, brüstet sich der Ochse so stolz, wo doch die Ameise sechs Beine hat und der Ochse nur vier? Nach dieser Arithmetik steht die Ameise klar über dem Ochsen — hörst du sie also je vorbeibrummeln, lauf lieber davon, so schnell dich die Füße tragen. Der Text stammt vom slowenischen Dichter Branko Rudolf, erstmals veröffentlicht 1955, die Musik von Marijan Vodopivec, und gesungen wird es von Romana Krajnčan. Der Text folgt hier der Ausgabe von Mladinska knjiga von 1998, wie sie auf Wikivir abgeschrieben ist.

Häufige Fragen

Wovon handelt „Huda mravljica“?
Von einer furchtbar bösen kleinen Ameise. Sie hat sechs schwarze Beine, wackelt und schnuppert und wird völlig verrückt, stürmt über den Markt und zerschlägt die Töpfe des Töpfers, alle fliehen vor ihr, und — gefräßig, wie sie ist — verknuspert sie sogar einen ganzen Ochsen, von dem nur die Hörner übrig bleiben. Der Witz ist, dass dieser Schrecken der Welt eine Ameise ist.
Was ist der Witz am Ende?
Ein scheinlogischer: Warum brüstet sich der Ochse so stolz, wo doch die Ameise sechs schwarze Beine hat und der Ochse nur vier? Nach Ameisen-Arithmetik steht die winzige Ameise klar über dem Ochsen — also lauf besser davon, wenn du sie vorbeibrummeln hörst.
Wer hat „Huda mravljica“ geschrieben?
Das Gedicht stammt vom slowenischen Dichter Branko Rudolf, erstmals veröffentlicht 1955 (in der Sammlung „Zamorček in ladjica“); vertont hat es der Komponist Marijan Vodopivec; gesungen wird es von Romana Krajnčan. Da Rudolf 1987 starb, ist der Text noch urheberrechtlich geschützt.

Quellen