
Liedtext
Gosenica je lezla počasi na drevo, pomigala na dolgo, pomigala kratko.
#Primigala je k meni, v lonček sem jo dal, nikar mi ne pobegni, zažugal sem, dejal.
#Ko v lonček sem pogledal, je notri ni bilo, pred oknom pa je letal metuljček prelepo.
#Deutsche Übersetzung
Eine Raupe kroch langsam den Baum hinauf, sie wackelte mal lang, sie wackelte mal kurz. Sie wackelte zu mir herüber, ich setzte sie in ein Töpfchen, „lauf mir ja nicht weg“, sagte ich und drohte mit dem Finger. Als ich ins Töpfchen schaute, war sie nicht mehr darin, doch vorm Fenster flog wunderschön ein Schmetterling vorbei.
#Gosenica auf einen Blick
- Herkunftsland
- 🇸🇮 Slowenien
- Gesungen auf
- Slowenisch
- Text von
- Traditionell
- Erstmals belegt
- Slowenisches Kinderlied; Verfasser nicht dokumentiert
- Empfohlenes Alter
- 2–7
- Stimmung
- verspielt, traditionell
- Zuletzt aktualisiert
- 27. August 2026
So wird es gesungen
- Bei der ersten Strophe mit den Fingern langsam den anderen Arm hinaufkriechen wie eine Raupe, die sich mal lang, mal kurz streckt.
- Bei „v lonček sem jo dal“ eine Hand zum Töpfchen formen und die Raupe hineinsetzen.
- Bei „nikar mi ne pobegni“ mit dem Finger drohen — lauf ja nicht weg!
- Bei „je notri ni bilo“ leere Hände zeigen — nichts drin.
- Bei der letzten Zeile mit beiden Händen flattern wie ein Schmetterling, der am Fenster vorbeifliegt.
- Mit den Kleinsten langsam singen, damit sie den Worten folgen und die Bewegungen nachmachen können.
Bedeutung und Herkunft
Dieses sanfte Lied verbirgt ein kleines Stück Naturzauber in einer Kindergeschichte. Eine Raupe kriecht langsam den Baum hinauf und wackelt mal lang, mal kurz; das Kind lockt sie zu sich, steckt sie in ein Töpfchen und droht mit dem Finger — lauf mir ja nicht weg. Doch als das Kind wieder ins Töpfchen schaut, ist die Raupe verschwunden, und stattdessen fliegt ein wunderschöner Schmetterling am Fenster vorbei.
Das Schöne daran ist, was das Lied ungesagt lässt. Es erklärt nie, dass aus einer Raupe ein Schmetterling wird; es lässt das Kind dies einfach selbst entdecken, durch das leere Töpfchen und das plötzliche Schimmern am Fenster — mit demselben entzückten Staunen, das ein echtes Kind empfindet, wenn es das zum ersten Mal erfährt. Es ist ebenso ein Fingerspiel wie ein Lied: Die Finger kriechen wie die Raupe den Arm hinauf, die hohle Hand wird zum Töpfchen, ein Finger droht, leere Hände zeigen das leere Töpfchen, und zwei Hände flattern für den Schmetterling.
Wer es geschrieben hat, können wir nicht sagen. Kindergärten und Elternblogs drucken es ohne Namen ab, und die Sängerin Romana Krajnčan hat es aufgenommen — ihre Aufnahme von 1999 steht auf dem Album Tuba Luba —, doch keine der von uns gefundenen Quellen sagt, ob die Worte von ihr stammen oder älter sind. Bis eine es tut, gilt es hier als traditionell, und genau sein stiller Kunstgriff, eine Naturkundestunde in ein kleines Wunder zu verwandeln, ist der Grund, warum es sich hält.
Häufige Fragen
- Wovon handelt „Gosenica“?
- Von der heimlichen Verwandlung einer Raupe. Eine Raupe kriecht langsam den Baum hinauf und wackelt mal lang, mal kurz; das Kind lockt sie zu sich, setzt sie in ein Töpfchen und droht ihr mit dem Finger, ja nicht wegzulaufen. Doch als das Kind hineinschaut, ist die Raupe fort — und ein wunderschöner Schmetterling fliegt am Fenster vorbei. Ohne es auszusprechen, zeigt das Lied, wie aus einer Raupe ein Schmetterling wird.
- Was lehrt „Gosenica“?
- Die Idee der Metamorphose, sanft und als Überraschung. Statt zu erklären, dass Raupen zu Schmetterlingen werden, lässt es das Kind dies durch die kleine Geschichte selbst entdecken — durch das leere Töpfchen und den Schmetterling am Fenster.
- Wer hat „Gosenica“ geschrieben?
- Keine von uns gefundene Quelle sagt es. Das Lied wird in slowenischen Kindergärten gesungen und auf Elternblogs ohne Autorennamen abgedruckt, und die Sängerin Romana Krajnčan hat es aufgenommen (eine Aufnahme von ihr aus dem Jahr 1999 steht auf dem Album „Tuba Luba“), doch keine dieser Quellen nennt den Verfasser des Textes — daher gilt es hier als traditionell.


