eine Eichel platscht in einen Teich, eine freundliche Schmerle taucht auf und begrüßt sie

Japan · gesungen auf Japanisch

Donguri Korokoroどんぐりころころ

„Donguri Korokoro“ ist ein sehr beliebtes japanisches Kinderlied, erstmals 1921 oder 1922 veröffentlicht, mit Worten von Aoki Nagayoshi und Musik von Yanada Tadashi über eine Eichel, die in einen Teich rollt und sich dort mit einer kleinen Schmerle anfreundet.

Öffnet eine YouTube-Suche nach diesem Lied in einem neuen Tab — auf dieser Seite selbst wird nichts abgespielt.

Liedtext

どんぐりころころ どんぶりこ お池にはまって さあ大変 どじょうが出て来て 今日は 坊ちゃん一緒に 遊びましょう

#

Rōmaji (lateinische Umschrift)

Donguri korokoro donburiko, oike ni hamatte saa taihen. Dojou ga detekite konnichiwa, bocchan issho ni asobimasho.

#

Deutsche Übersetzung

Eine Eichel kullert und kullert – platsch! –, in den Teich ist sie gefallen – ach, du meine Güte! Eine Schmerle schwimmt herbei: „Guten Tag! Junger Herr, lass uns zusammen spielen!“

#

Donguri Korokoro auf einen Blick

Herkunftsland
🇯🇵 Japan
Gesungen auf
Japanisch
Text von
Aoki Nagayoshi
Erstmals belegt
1921 or 1922
Empfohlenes Alter
2–7
Stimmung
verspielt, traditionell
Zuletzt aktualisiert
27. August 2026

Bedeutung und Herkunft

Dies ist eines der Lieder, mit denen fast jedes japanische Kind aufwächst, und es beginnt mit einem Ausbruch puren Klangs: donguri korokoro donburiko — eine Eichel rollt und rollt und plumpst in einen Teich. Das Japanische ist reich an solchen Laut- und Bewegungswörtern, und das halbe Vergnügen liegt schon darin, sie auszusprechen; korokoro ist das Bild von etwas Kleinem, das dahinkullert, und donburiko der satte kleine Platscher, den es macht, wenn es im Wasser landet.

Was folgt, ist ein winziges Drama. Eine Schmerle — ein kleiner Fisch mit Bartfäden, der im Schlamm von Teichen und Reisfeldern lebt — schwimmt herbei, begrüßt die Eichel höflich und lädt sie zum Spielen ein. In den späteren Strophen des Liedes bekommt die Eichel, nachdem sie ihren Spaß gehabt hat, Heimweh nach dem Berg und beginnt zu weinen, und die freundliche Schmerle weiß nicht, wie sie sie trösten soll. Eine kleine Lektion darüber, wie schnell Freude in Sehnsucht umschlagen kann.

Anders als die anonymen Volkslieder an anderer Stelle dieser Sammlung hat es bekannte Urheber: Der Text ist von Aoki Nagayoshi (1879–1935), die Melodie von Yanada Tadashi (1883–1959), erstmals veröffentlicht 1921 oder 1922. Mehr als ein Jahrhundert später ist es noch immer ein fester Bestandteil japanischer Kindheit — der Beweis, dass sich aus einer Eichel, einer Pfütze und ein paar gut gewählten Klängen eine ganze Welt bauen lässt.

Häufige Fragen

Wovon handelt „Donguri Korokoro“?
Vom kleinen Abenteuer einer Eichel. Die Eichel kullert dahin — korokoro — und purzelt „donburiko“ in einen Teich, was eine ziemliche Aufregung ist. Eine Schmerle (ein kleiner Teichfisch) schwimmt herbei, sagt Guten Tag und lädt die Eichel ein, gemeinsam zu spielen. Im vollständigen Lied bekommt die Eichel bald Heimweh und weint, was die gutherzige Schmerle ganz betrübt.
Wer hat „Donguri Korokoro“ geschrieben, und wann?
Der Text stammt von Aoki Nagayoshi (1879–1935), die Melodie von Yanada Tadashi (1883–1959). Erstmals veröffentlicht wurde das Lied 1921 oder 1922, und seither gehört es zu den beliebtesten Kinderliedern Japans.
Was bedeuten „korokoro“ und „donburiko“?
Es sind Laut- und Bewegungswörter, von denen das Japanische viele kennt. „Korokoro“ ist der Klang oder das Bild von etwas Kleinem, das dahinkullert, und „donburiko“ lässt an einen satten kleinen Platscher ins Wasser denken — schon die ersten Zeilen malen also die Eichel, die rollt und in den Teich plumpst.

Quellen