Sonne, Erde und Mond, die durch einen Sternenhimmel wirbeln

Slowenien · gesungen auf Slowenisch

Sonce, zemlja, mesec

„Sonce, zemlja, mesec“ („Sonne, Erde, Mond“) sind die Anfangsworte von Oton Župančičs kurzem Gedicht „Otroci spuščajo mehurčke“ („Kinder blasen Seifenblasen“): Die Blasen drehen sich ohne Räder, fliegen ohne Federn und zerplatzen ohne Knall.

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Liedtext

Sonce, zemlja, mesec vrte se brez kolesec, letijo brez peresec, v nebo se točijo, na vejo skočijo, brez poka počijo.

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Deutsche Übersetzung

Sonne, Erde, Mond, sie drehen sich ohne Räderchen, sie fliegen ohne Federchen, sie rollen in den Himmel hinauf, sie springen auf einen Zweig, sie zerplatzen ohne Knall.

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Sonce, zemlja, mesec auf einen Blick

Herkunftsland
🇸🇮 Slowenien
Gesungen auf
Slowenisch
Text von
Oton Župančič
Erstmals belegt
poem "Otroci spuščajo mehurčke" by Oton Župančič (1878–1949)
Empfohlenes Alter
2–7
Stimmung
verspielt, traditionell
Zuletzt aktualisiert
27. August 2026

Bedeutung und Herkunft

Diese sechs Zeilen klingen wie reiner Unsinn, bis man ihren Titel kennt. Das Gedicht heißt Otroci spuščajo mehurčke — „Kinder blasen Seifenblasen“ —, und sobald das gesagt ist, rückt alles darin scharf ins Bild. Sonne, Erde und Mond sind gar nicht das Thema; sie sind das, womit die Blasen verglichen werden, die aus dem Röhrchen aufsteigen, jede eine kleine, leuchtende Welt für sich.

So gelesen, hören die Unmöglichkeiten auf, unmöglich zu sein. Natürlich drehen sich die kleinen Kugeln ohne Räder und fliegen ohne Federn: Es sind Seifenblasen. Sie rollen in den Himmel hinauf, bleiben einen Augenblick an einem Zweig hängen und zerplatzen dann — die Zeile, die das ganze Spiel verrät — ohne Knall, was genau das ist, was eine Seifenblase tut, und genau das, was ein Planet nicht tut. Es ist ein wunderbar sparsames Stück Hinsehen des slowenischen Dichters Oton Župančič (1878–1949), der das Gedicht in seine Kindersammlung Mehurčki aufnahm und das Bild die ganze Arbeit tun ließ.

Häufige Fragen

Wovon handelt „Sonce, zemlja, mesec“?
Von Seifenblasen. Das Gedicht heißt „Otroci spuščajo mehurčke“ — „Kinder blasen Seifenblasen“ —, und Sonne, Erde und Mond sind das, womit die aufsteigenden Blasen verglichen werden: Sie drehen sich „ohne Räderchen“, fliegen „ohne Federchen“, rollen in den Himmel hinauf, bleiben an einem Zweig hängen und zerplatzen „ohne Knall“.
Warum nennt es Sonne, Erde und Mond?
Weil eine Seifenblase genau so aussieht. Jede leuchtende, schwebende Kugel wird mit einem Himmelskörper verglichen, und deshalb können sich die kleinen Kugeln ohne Räder und ohne Flügel drehen und fliegen. Die letzte Zeile verrät das Spiel: Echte Planeten zerplatzen nicht, Seifenblasen schon — lautlos, „ohne Knall“.
Wer hat „Sonce, zemlja, mesec“ geschrieben?
Der slowenische Dichter Oton Župančič (1878–1949). Diese sechs Zeilen sind sein Gedicht „Otroci spuščajo mehurčke“ aus seiner Kindersammlung „Mehurčki“.

Quellen