
Liedtext
Prebudil se je rano sosedov bosopet, poljubil je še mamo in mahnil jo je v svet.
#Cvetlice je nabiral, sinice je plašil, maline je obiral, za zajci se podil.
#A, glej, še v tisti noči pritekel je nazaj, tja v mamino naročje, preplašen, da je kaj.
#Tako je rekel sosed, da v svet bo že še šel; a mamico da svojo bo vedno s sabo vzel.
#Englische Übersetzung
The neighbour's barefoot boy woke up early, kissed his mummy goodbye and set off into the world. He picked the flowers, he scared the titmice, he picked the raspberries, he chased after the rabbits. But look — still that very night he came running back, there into his mummy's arms, frightened out of his wits. And so the neighbour's boy said that he'd go into the world one day after all, but that his mummy — he'd always take her with him.
#Rechte
Der Text dieses Liedes stammt von Jože Humer und ist noch urheberrechtlich geschützt. Er wird hier mit Nennung des Urhebers zum Singen in Familie und Klassenzimmer wiedergegeben; eine Lizenz zur Weiterverwendung wurde nicht eingeholt, und nichts auf dieser Seite darf weiterkopiert werden. Rechteinhaber können eine Korrektur oder Entfernung verlangen — siehe Liedtexte & Nachweise.
Prebudil se je rano sosedov bosopet auf einen Blick
- Herkunftsland
- 🇸🇮 Slowenien
- Gesungen auf
- Slowenisch
- Text von
- Jože Humer
- Erstmals belegt
- Text von Jože Humer (1936–2012) auf Mozarts Allegro in F-Dur, KV 1c; auch bekannt als „Mali potepuh“
- Empfohlenes Alter
- 2–7
- Stimmung
- verspielt, traditionell
- Zuletzt aktualisiert
- 27. August 2026
Bedeutung und Herkunft
Dies ist ein zartes kleines Lied über das Hin und Her, das jedes kleine Kind kennt: zwischen dem Drang, hinauszuziehen und die Welt zu entdecken, und dem Bedürfnis, zu Hause geborgen zu sein. Der barfüßige Junge von nebenan — ein bosopet, der ohne Schuhe herumläuft — wacht früh auf, gibt seiner Mutter einen Abschiedskuss und zieht beherzt „in die Welt“ hinaus, wo er einen prächtigen Tag verlebt: Er pflückt Blumen, scheucht die Meisen auf, pflückt Himbeeren und jagt hinter den Hasen her. Kindheitsabenteuer von seiner sonnigsten Seite.
Doch jedes Abenteuer hat auch seinen Abend. Noch in derselben Nacht kommt der Junge zurückgelaufen, zu Tode erschrocken, geradewegs in die Arme seiner Mutter — und genau dort schließt er Frieden mit beiden Seiten seiner selbst. Er wird eines Tages hinaus in die Welt ziehen, beschließt er; nur ohne seine Mama geht er nicht. Dieser sanfte Entschluss, die weite Welt und die Geborgenheit des Zuhauses zugleich zu wollen, trifft genau das Gefühl eines kleinen Kindes, und das Lied hält beides mit großer Wärme zusammen.
Der Text stammt von Jože Humer (1936–2012), dem Juristen und späteren Chorleiter aus Ljubljana, dem sein Nachruf mehrere hundert Kompositionen und tausend Nachdichtungen von Kinderliedtexten zuschreibt; er nannte das Lied Mali potepuh, „Der kleine Wanderer“. Die Melodie ist weder seine eigene noch slowenisch: Er schrieb seine Verse auf Mozarts Allegro in F-Dur, KV 1c, eines der Miniatur-Klavierstücke, die Mozart als ganz kleiner Junge hervorbrachte. Slowenische Schulen lehren es bis heute in dieser Reihenfolge — erst Mozart hören, dann den kleinen Wanderer darüber singen —, und der hier abgedruckte Text folgt einem solchen Arbeitsblatt.
Häufige Fragen
- Wovon handelt „Prebudil se je rano sosedov bosopet“?
- Von einem kleinen Abenteurer und seinem Sinneswandel. Der barfüßige Junge von nebenan wacht früh auf, gibt seiner Mutter noch einen Kuss und zieht „in die Welt“ hinaus — er pflückt Blumen, scheucht die Meisen auf, pflückt Himbeeren und jagt hinter den Hasen her. Doch noch in derselben Nacht kommt er verängstigt zurückgelaufen, geradewegs in die Arme seiner Mutter. Am Ende beschließt er, eines Tages doch noch in die Welt zu ziehen — aber seine Mama nimmt er immer mit.
- Was bedeutet „bosopet“?
- „Bosopet“ heißt „barfuß“ (wörtlich „Barferse“) — ein liebevolles Wort für einen kleinen Jungen, der ohne Schuhe herumläuft, wie es die Kinder auf dem Land einst taten.
- Wer hat „Prebudil se je rano sosedov bosopet“ geschrieben?
- Den Text schrieb Jože Humer (1936–2012), Chorleiter und Textdichter aus Ljubljana, dem sein Nachruf mehrere hundert Kompositionen und tausend Nachdichtungen von Kinderliedtexten zuschreibt; er nannte das Lied „Mali potepuh“ („Der kleine Wanderer“). Die Melodie stammt nicht von ihm: Er legte seine Worte auf ein bestehendes Stück, Mozarts Allegro in F-Dur, KV 1c, eines der winzigen Klavierstücke, die Mozart als kleines Kind schrieb. So lehren es auch slowenische Schulen — erst Mozart hören, dann Humers Text dazu singen.


