ein kleines Boot aus Fichtenholz segelt davon, während ein Mädchen am Ufer weint

Slowenien · gesungen auf Slowenisch

Le sekaj, sekaj smrečico

„Le sekaj, sekaj smrečico“ („Hack nur, hack das Fichtlein“) ist ein slowenisches Volkslied, das eine Fichte vom Baum bis zum Boot begleitet: Sie wird gefällt, zu einem kleinen Boot behauen und segelt davon — und lässt ein Mädchen weinend am Ufer zurück.

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Liedtext

Le sekaj, sekaj smrečico, ti drajla la la la, da stesal si boš barčico, ti drajla la la la.

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Je smrečica posekana, za barko je pripraljena.

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Je barčica napravljena, na morje je postaljena.

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Odrin', odrin' od kraja preč, ne boš me vid'la, ljub'ca, več.

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Je barčica zaplavala, je deklica jokala.

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Deutsche Übersetzung

Hack nur, hack das Fichtlein, ti drajla la la la, damit du dir ein Bootchen daraus behaust, ti drajla la la la. Das Fichtlein ist gefällt, für das Boot bereitgemacht. Das Bootchen ist fertig, aufs Meer gesetzt. Stoß ab, stoß ab vom Ufer fort — du wirst mich nicht wiedersehen, mein Lieb. Das Bootchen segelte davon, und das Mädchen weinte.

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Le sekaj, sekaj smrečico auf einen Blick

Herkunftsland
🇸🇮 Slowenien
Gesungen auf
Slowenisch
Text von
Traditionell
Erstmals belegt
slowenisches Volkslied; Verfasser unbekannt
Empfohlenes Alter
2–7
Stimmung
traditionell
Zuletzt aktualisiert
25. Juli 2026

Bedeutung und Herkunft

Dieses sanfte Volkslied ist wie eine kleine Kette von Ursache und Wirkung gebaut und trägt einen Strophe für Strophe von einem hellen Anfang zu einem traurigen Ende. Es beginnt als Arbeitslied — le sekaj, sekaj smrečico, „hack nur, hack das Fichtlein“ — mit einem heiteren ti drajla la la la als Kehrreim, während der Baum gefällt und zu einem Boot behauen wird. Jeder Schritt folgt selbstverständlich aus dem vorigen: Die Fichte wird geschlagen, das Boot gebaut, das Boot zu Wasser gelassen.

Und dann wird ein Abschiedslied daraus. Als das Bootchen vom Ufer abstößt, ruft der Sänger einem geliebten Menschen zurück — du wirst mich nicht wiedersehen, mein Lieb —, und die letzte Strophe lässt ein Mädchen weinend zurück, während das Boot davonsegelt. Dieser leise Umschwung, von der ehrlichen Arbeit des Bootsbaus zum Schmerz des Abschieds, ist ganz im Geist des slowenischen Volkslieds, das den Aufbruch so oft damit verknüpft, jemanden zurückzulassen. Es hat keinen bekannten Verfasser; es ist ein überliefertes Lied, nach Gehör weitergegeben, traurig und süß zu gleichen Teilen.

Häufige Fragen

Wovon handelt „Le sekaj, sekaj smrečico“?
Vom Bau eines Bootes und von einem Abschied. Hack nur das Fichtlein, drängt das Lied, damit du dir daraus ein Bootchen behauen kannst; der Baum fällt, das Boot wird gebaut und aufs Meer gesetzt — und während es vom Ufer abstößt („du wirst mich nicht wiedersehen, mein Lieb“), bleibt ein Mädchen weinend zurück. Durch das ganze Lied zieht sich der Kehrreim „ti drajla la la la“.
Warum das traurige Ende?
Weil es in Wahrheit ein Abschiedslied ist. Das heitere Werk des Hackens und Bootsbauens führt Schritt für Schritt dazu, dass das Boot davonsegelt und ein geliebter Mensch am Ufer zurückbleibt — das alte Volksliedmotiv vom Aufbruch, der jemanden zurücklässt.
Wer hat „Le sekaj, sekaj smrečico“ geschrieben?
Ein Verfasser ist nicht überliefert; es ist ein überliefertes slowenisches Volkslied, nach Gehör weitergegeben.

Quellen