Kinder umkreisen ein hockendes Kind, das ein schläfriges Häschen spielt

Deutschland · gesungen auf Deutsch

Häschen in der Grube

„Häschen in der Grube“ ist ein deutsches Kreisspiel für kleine Kinder; den Text schrieb 1840 Friedrich Fröbel, der Begründer des Kindergartens, auf eine Melodie, die von dem Volkslied abgewandelt ist, das Ernst Anschütz 1824 zu „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ umdichtete.

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Liedtext

Häschen in der Grube sitzt und schläft, sitzt und schläft. Armes Häschen, bist du krank, dass du nicht mehr hüpfen kannst? Häschen hüpf! Häschen hüpf! Häschen hüpf!

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Häschen in der Grube auf einen Blick

Herkunftsland
🇩🇪 Deutschland
Gesungen auf
Deutsch
Text von
Friedrich Fröbel
Erstmals belegt
1840
Empfohlenes Alter
2–7
Stimmung
verspielt, traditionell
Zuletzt aktualisiert
27. August 2026

So wird es gesungen

  1. Ein Kind hockt als schlafendes „Häschen“ in der Mitte; die anderen fassen sich an den Händen und gehen im Kreis darum herum.
  2. Die ersten Zeilen langsam singen, während das Häschen in seiner Grube zu schlafen vorgibt.
  3. Bei „Häschen hüpf!“ springt das Häschen auf und hüpft davon, und alle hüpfen mit — dann wird ein neues Häschen gewählt.

Bedeutung und Herkunft

Dies ist zuerst ein Spiel und erst dann ein Lied. Ein Kind kauert sich in der Mitte zusammen als Häschen, das tief in seiner Grube schläft, während die anderen sich an den Händen fassen, es umkreisen und singen. Sie locken das verschlafene Tierchen — armes Häschen, bist du krank, dass du nicht mehr hüpfen kannst? — bis das Häschen auf das Kommando „Häschen hüpf!“ aufspringt und davonhüpft und jedes Kind mithüpft. Dann wird ein neues Häschen gewählt, und alles beginnt von vorn.

Ungewöhnlich für ein Kinderlied: Wir wissen genau, wer es gemacht hat. Den Text schrieb 1840 Friedrich Fröbel — der Pädagoge, der den Kindergarten erfand — in Keilhau in Thüringen, als eines jener Bewegungsspiele, durch die kleine Kinder seiner Überzeugung nach am besten lernen. Binnen zwei Jahren fand das Lied Eingang in die Ausbildung der Kindergärtnerinnen, und von dort verbreitete es sich im ganzen deutschen Sprachraum.

Eine neue Melodie brauchte Fröbel nicht: Er legte seine Worte auf eine vom Volkslied „Wer die Gans gestohlen hat, der ist ein Dieb“ abgewandelte Weise — dieselbe, der Ernst Anschütz schon 1824 als „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ neue Worte gegeben hatte. So hüpft das Häschen zu einer geliehenen Melodie — eine alte Weise mit einem neuen Spiel —, und vielleicht klingt es gerade deshalb so vertraut, als wäre es schon immer gesungen worden.

Häufige Fragen

Was ist „Häschen in der Grube“?
Ein gesungenes Kreisspiel. Ein Häschen sitzt schlafend in seiner Grube, und die Kinder fragen: „Armes Häschen, bist du krank, dass du nicht mehr hüpfen kannst?“ — dann rufen sie „Häschen hüpf!“, bis es aufspringt und davonhüpft. Meist spielt ein Kind das Häschen in der Mitte, während die anderen im Kreis darum herumgehen.
Wer hat „Häschen in der Grube“ geschrieben?
Den Text schrieb 1840 Friedrich Fröbel, der deutsche Pädagoge und Begründer des Kindergartens, in Keilhau. Er schuf das Lied als Bewegungsspiel für kleine Kinder, und schon 1842 wurde es in der Ausbildung von Kindergärtnerinnen verwendet.
Woher stammt die Melodie?
Die Melodie ist vom Volkslied „Wer die Gans gestohlen hat, der ist ein Dieb“ abgewandelt — derselben Weise, der Ernst Anschütz 1824 als „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ neue Worte gab.

Quellen