Kinder, die einander mit einem übertriebenen, karikaturhaften Spottvers necken

Slowenien · gesungen auf Slowenisch

Lažeš, kradeš, bolhe ješ

„Lažeš, kradeš, bolhe ješ“ ist ein slowenischer Neckvers vom Schulhof — jener übermütig gemeine Unsinn, den Kinder einander zurufen und der sich von „du frisst Flöhe“ über Polizei und Gefängnis bis zu Schlangen steigert, die in die Hose beißen.

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Liedtext

Lažeš, kradeš, bolhe ješ, v šolo hodiš nič ne veš, ko pa prideš do kosila, tam te čaka policija, policija reče stop, ti pa padeš v zapor, v zaporu so pa kače, ki te pikajo v hlače.

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Deutsche Übersetzung

Du lügst, du stiehlst, du frisst Flöhe, du gehst zur Schule und weißt nichts, und wenn du zum Mittagessen kommst, wartet dort die Polizei auf dich, die Polizei ruft: Halt!, und du landest im Gefängnis. Und im Gefängnis sind Schlangen, die dich in die Hose beißen.

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Lažeš, kradeš, bolhe ješ auf einen Blick

Herkunftsland
🇸🇮 Slowenien
Gesungen auf
Slowenisch
Text von
Traditionell
Erstmals belegt
überlieferter Schulhof-Neckvers; Verfasser unbekannt
Empfohlenes Alter
2–7
Stimmung
verspielt, traditionell
Zuletzt aktualisiert
27. August 2026

Bedeutung und Herkunft

Nicht jeder Kinderreim ist freundlich, und dieser hier ist offen gesagt ein Spottvers — jener übertriebene, aus Spaß gemeine Unsinn, den Kinder einander auf dem Schulhof zurufen. Er beginnt mit einer Salve von Anschuldigungen — du lügst, du stiehlst, du frisst Flöhe, du gehst zur Schule und weißt nichts — und steigert sich dann übermütig ins Absurde: Beim Mittagessen wartet die Polizei, sie ruft „Halt“, man wird ins Gefängnis geworfen, und im Gefängnis sind Schlangen, die einen in die Hose beißen.

Das Versöhnliche daran ist, dass er so maßlos übertreibt, dass er wie karikaturhaftes Necken wirkt und nicht wie echte Grausamkeit — kein Kind frisst wirklich Flöhe oder wird von Schlangen eingesperrt. Dennoch ist es ein Spottvers, und er gehört zur ehrlichen, mitunter rauen Welt der Schulhofreime, die nicht immer sanft sind. Ein Verfasser ist nicht überliefert, doch der Reim ist so fest verankert, dass seine erste Zeile als Redensart einen eigenen Eintrag im Wörterbuch der slowenischen Sprichwörter auf dem Fran-Portal des ZRC SAZU hat, und der vollständige Text ist der, den ein Ljubljanaer Kindergarten zum 1. April abdruckt. Gemeine kleine Verse wie dieser überleben gerade deshalb, weil Kinder es genießen, sie einander zuzuwerfen — und wir nehmen ihn als echte, wenn auch stachelige Ecke der Tradition auf.

Häufige Fragen

Was für ein Vers ist „Lažeš, kradeš, bolhe ješ“?
Ein neckender Spottvers vom Schulhof — jener übertriebene, aus Spaß gemeine Unsinn, den Kinder einander zurufen. Er häuft Anschuldigungen auf: Du lügst, du stiehlst, du frisst Flöhe, du gehst zur Schule und weißt nichts — und steigert sich dann ins Absurde: zur Polizei, die „Halt“ ruft, ins Gefängnis und zu Schlangen, die in die Hose beißen.
Ist „Lažeš, kradeš, bolhe ješ“ verletzend gemeint?
Es ist eher karikaturhaftes Necken als echte Grausamkeit — die Vorwürfe sind so wild (Flöhe fressen, Schlangen im Gefängnis), dass das Ganze mehr albern als ernst wirkt. Dennoch bleibt es ein Spottvers, und wir nehmen ihn als ehrlichen Teil der Kinderreim-Tradition auf, mit gemeinen Ecken und allem.
Wer hat „Lažeš, kradeš, bolhe ješ“ geschrieben?
Ein Verfasser ist nicht überliefert; solche Spottverse sind reine Schulhoftradition, von Kind zu Kind mündlich weitergegeben. Die erste Zeile ist alt und verbreitet genug, um einen eigenen Eintrag im Wörterbuch der slowenischen Sprichwörter (Slovar pregovorov) auf dem Fran-Portal des ZRC SAZU zu haben, das „Lažeš, kradeš, bolhe ješ, v šolo hodiš, nič ne veš“ als eine der Varianten verzeichnet; der hier abgedruckte vollständige Text entspricht der Fassung, die ein Ljubljanaer Kindergarten, Vrtec Pod Gradom, veröffentlicht hat.

Quellen